Diese Website verwendet Cookies. Warum wir Cookies einsetzen und wie Sie diese deaktivieren können, erfahren Sie unter Datenschutz.
Zum Hauptinhalt springen

Steffen Harzer

Antragsworkshop Südlink – Alibiveranstaltung von Tennet und TransNetBW

Als ein Stück verlorene Lebenszeit möchte ich die Veranstaltung von Tennet und TransNetBW zum Südlink gestern Abend im Meininger Rautenkranz beschreiben. Nicht nur durch die sehr restriktive Einladungspraxis im Vorfeld der Veranstaltung, die ein kommen nur den eingeweihten ermöglichte, sondern auch der Aufbau und Inhalt, ließen diesen Schluss zu. Alleine das Bürgermeister, Bürgerinitiativen, Landtagsabgeordnete nicht eingeladen worden waren, zeigt wie wenig doch ein Dialog erwünscht ist. Gerade durch die vielen Einwendungen bei der vorzeitigen Bürgerbeteiligung seien dem Unternehmen auch die Adressen interessierter Bürger bekannt gewesen. Daher ist eine Chance vertan worden vorurteilsfrei mit den Behörden, Bürgern und weiteren interessierten über die Trasse und Ihre Sinnhaftigkeit zu diskutieren, so muss ich annehmen, dass genau das nicht Ziel der Veranstaltung war. Es drängt sich daher der Eindruck auf, das für Trassenbetreiber, der Bau alternativlos ist. Nichts im Leben ist aber Alternativlos, gerade beim Südlink zeigt sich, dass eine andere Energiepolitik im Bund, mit mehr Mut zu Energieeinsparung, Mehr Mut zur regionalen und dezentralen Erzeugung und Verbrauch der erneuerbaren Energien, mehr Mut zur Sektorenkopplung zwischen Strom, Wärme und Verkehr, mehr Mut zur Markteinführung vorhandener Speichertechnologien wie Power to Head, Power to Gas und vielen weiteren Möglichkeiten, diese Trasse überflüssig werden ließe. Am Ende wird der Südlink die Kosten der Energiewende verteuern, den Stromhändlern dazu dienen mit dem Stromtransit von Norwegen in die Schweiz Geld zu verdienen und den notwendigen Transport sich von den BürgerInnen dieses Landes bezahlen zu lassen. Das dürfen wir nicht zulassen! Nicht in Thüringen und auch nicht in Hessen!