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Die Tennet Planung zu Südlink ist ein Skandal

Für den Energiepolitik-Experten der Linksfraktion steht fest, dass auch diese Trasse nicht gebraucht wird. Die Entscheidung von Tennet, den teureren und längeren Trassenkorridor durch Thüringen bauen zu wollen, müsse zwingend in Frage gestellt werden. „Bei einer gesetzlich festgelegten Rendite von 7 Prozent ist es aus Sicht des Netzbetreibers Tennet verständlich, aber mit Blick auf Mensch und Natur und die bereits in Thüringen vorhandenen Trassen (380kV, ICE, A71/73) kann ein zusätzlicher Trassen-Neubau Thüringen nicht zugemutet werden“, unterstreicht Harzer.

 „Der Bau neuer Mega-Trassen zerstört die Natur, führt zu höheren Strompreisen beim privaten Endverbraucher und Kleinunternehmer, füllt die Kassen der Netzbetreiber. Das alles zusammen schadet der Energiewende, dem notwendigen Ausbau des Klimaschutzes und damit unserer Zukunft“, so Harzer.

 Als geradezu absurd bezeichnet Harzer in diesem Zusammenhang das Vorgehen des Südthüringer Bundestagsabgeordneten Mark Hauptmann, der in Berlin im zuständigen Ausschuss sitzt, das Gesetz 2015 mit beschlossen hat und jetzt so tut, als wollte er den Trassenbau verhindern. Hier zeige sich, welchen Einfluss er nicht hat,  was die Jubelarien seiner hessischen Bundestagskollegen und –kolleginnen von CDU und SPD, nach der Bekanntgabe der Trassenpläne von Tennet, noch belegen.

 Auch die Behauptung es handele sich um eine Windstromtrasse entspricht laut Harzer nicht der Wahrheit. 2015 wurde bei Hamburg das Steinkohlekraftwerk Moorburg in Betrieb genommen, mit einer Nennleistung von 1,7 GW, das entspricht ca. der Hälfte der über den Südlink zu transportierenden Leistung, so Harzer. Statt auf Energieeinsparung, auf regionale Erzeugung und Verbrauch, auf die Einführung neuer Speichertechnologien, auf die Kopplung der unterschiedlichen Sektoren des Energieverbrauchs (Strom, Wärme und Verkehr), auf den Abbau der Stromerzeugung aus Braun- und Steinkohle zu setzen, sorgt die Bundesregierung für die Maximierung des Gewinns der Übertragungsnetzbetreiber und dem daraus nicht notwendigen Verbau der Landschaften mit teuren Kabeltrassen.

Das alles zusammen schadet der Akzeptanz der  Energiewende, dem notwendigen Ausbau des Klimaschutzes und damit unserer Zukunft, ist Harzer überzeugt.